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III.
Stipendiaten

1. Stipendiaten des Instituts
Juni 2008-Mai 2009

 

Patricia, KOSCHWALD, Deutschland

Stipendiumsdauer im EI: 22. August-30. September 2008 (nur Unterkunft)

Forschungsthema: Die Beziehungen zwischen dem Kurfürstentum Brandenburg-Preußen und dem Königreich Ungarn in der Zeit des Großen Türkenkriegs (1683-1699)

Die Stipendiatin studiert ost- und südosteuropäische Geschichte an der Universität Leipzig und bereitet ihre Magisterarbeit über den Großen Türkenkrieg (1683-1699) vor. Im Rahmen des Erasmus-Programms verbrachte sie das akademische Jahr 2008/2009 an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest, um ihre Studien zur Geschichte der Türkenzeit in der Region sowie den Beziehungen zwischen Brandenburg-Preußen und dem Königreich Ungarn gegen Ende des 17. Jahrhunderts zu vertiefen.

Empfohlen von Gerhard Seewann (Südostinstitut Regensburg), Norbert Spannenberger (Universität Leipzig)

Sprachkenntnisse: Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Ungarisch

Forschungsbericht: Ihre Forschungen richteten sich auf die Zeit des Großen Türkenkrieges (1683-1699) und die damit einhergehende Befreiung Ungarns von den Osmanen, hierbei widmete die Stipendiatin den bilateralen Beziehungen zwischen dem Kurfürstentum Brandenburg-Preußen und dem Königreich Ungarn besondere Aufmerksamkeit. Sie hatte zuvor die deutsche Forschungsliteratur zu diesem Thema aufgearbeitet und an Hand der im Geheimen Preußischen Staatsarchiv in Berlin befindlichen Quellenmaterialien einen Einblick in die Beweggründe Brandenburg-Preußens zur Teilnahme am Türkenkrieg geschaffen. Sie nutzte ihren Aufenthalt in Budapest, um ihre Kenntnisse über die ungarische Forschungsliteratur der Zeit zu erweitern, die größtenteils von Deutschland aus schwer zugänglich sind. Im Ungarischen Staatsarchiv hatte sie Zugang zu Materialien, die ihr einen komparatistischen Ansatz zu ihren früheren Forschungen ermöglichten. In Folge des Studiums ungarischer Quellen, vor allem der Quellenmaterialien zur Diplomatie, konnte sie ihre Kenntnisse und wissenschaftlichen Ansätze erweitern und ein größeres Gleichgewicht bei der Quellenaufarbeitung deutscher und ungarischer Dokumente erreichen. Sie nahm Kontakt mit zahlreichen ungarischen Historikern auf, deren Fachgebiet die Geschichte Ungarns in der frühen Neuzeit ist. (Institut für Geschichtswissenschaft der UAW, Eötvös-Loránd-Universität).

 

Harriet, NEMESKÜRTY, 57, Ungarn

Stipendiumsdauer im EI: Juni 2008-Mai 2009

Forschungsthema: Rezeption deutscher Jugendliteratur

Studierte an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest ungarische Sprache und Literatur sowie Germanistik.

Sie ist als Lektorin, Übersetzerin und Autorin von Rezensionen deutschsprachiger Werke tätig. Gleichzeitig unterrichtet sie an der Budapester Technischen Universität im Rahmen von Fachseminaren Deutsch als Fremdsprache und die Übersetzung von Fachtexten. Sie nimmt regelmäßig an den Vorbereitungen und Inszenierungen des Deutschen Theaters Budapest teil.

Sprachkenntnisse: Ungarisch, Deutsch

Empfohlen von Prof. Ferenc Glatz

Forschungsbericht: Die Stipendiatin erarbeitete im Rahmen der von ihr gehaltenen Fachübersetzerkurse einen integrativen Lehrplan, der die allgemeine Übersetzungskompetenz der Studenten fördert. Ihr Ziel war es die Fähigkeit des Umgangs mit Texten jeder Art, von wissenschaftlichen Fachtexten ausgehend über Schriften von öffentlichem Interesse bis hin zu literarischen Texten, zu entwickeln. Hierbei wurden Strategien erarbeitet, die während der Übersetzungstätigkeit vielfach und effektiv angewendet werden können und das Globalverstehen erleichtern. Dieser Lehrplan stellt die Gruppenarbeit der Studenten in den Vordergrund, wobei innerhalb der Gruppe die einzelnen Teilnehmer das Monitoring der Übersetzungstätigkeit jedes anderen Gruppenmitgliedes übernehmen. Hierdurch entstehen eine Motivation zur Kommunikation in der bzw. über die Fremdsprache sowie ein komparativer Ansatz zum Verständnis der Übertragbarkeit der Zielsprache in die Muttersprache.

 

Károly, B. SZABÓ, 37, Ungarn

Stipendiumsdauer im EI: Juni 2008-Mai 2009

Forschungsthema: Deutschsprachige Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg, Forschungsschwerpunkt: Friedrich Dürrenmatt

Der Stipendiat studierte Germanistik an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest, sowie an der Albert Ludwigs Universität in Freiburg. Stipendienaufenthalt in Brüssel. Zurzeit ist er Mitarbeiter im Ungarndeutschen Forschungs- und Lehrerbildungszentrum im Germanistischen Institut der Eötvös-Universität. Sein Forschungsgebiet ist die deutschsprachige Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg. Er promoviert über die Tragikomödie und das Groteske in Friedrich Dürrenmatts Werken.

Sprachkenntnisse: Deutsch, Englisch

Empfohlen von: Prof. Dr. Károly Manherz

Forschungsbericht: Im Rahmen seiner Forschungen untersucht er die Erscheinungsformen des Grotesken in den Dramen und in den Prosawerken von Dürrenmatt. Dabei wird auf die gesellschaftskritische Intention des Grotesken, auf die entfremdete Welt im Kontext der Nachkriegssituation fokussiert. Behandelt wird auch die Tätigkeit von Dürrenmatt als Maler, wobei eine Symbiose von Literatur und Malerei bezüglich der grotesken Motive bei Dürrenmatt angezielt wird. Nach erfolgreichem Rigorosum wird die Promotionsarbeit voraussichtlich im Herbst 2009 eingereicht.

 

2. Gastprofessoren

 

Prof. Dr. Maciej KOZMIŃSKI (Warschau, Polen)

Professor Kozmiński war wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Geschichte der Polnischen Wissenschaftlichen Akademie. Er unterrichtet am Lehrstuhl für Geschichte an der Universität in Warschau. Zu Beginn der 1990er Jahre war er Botschafter der Republik Polen in Budapest. Er verfasste zahlreiche Werke zur Geschichte Ungarns und der mittelosteuropäischen Region. Er gilt als ein anerkannter Fachexperte besonders für die Beziehungen zwischen Polen und Ungarn 1939-44. Sein Forschungsinteresse gilt der Untersuchung der Jahre des Kommunismus in den Ostblockländern, wobei er die Ergebnisse seiner Forschungen in 2007 in einem Buch veröffentlichte. In seinem weiteren, in 2007 publizierten Werk rekonstruiert er das in den ungarischen Medien in den Jahren 1939-1944 über Polen projizierte Bild anhand der Ansammlung von zeitgenössischen Nachrichten.

Forschungsthema: Prof. Kozmiński war Vortragender der internationalen Tagung „Die Auflösung der Habsburger Monarchie – 90 Jahre danach“. Er nutzte seinen Aufenthalt in Budapest, um weitere Recherchen zu seinen gegenwärtigen wissenschaftlichen Forschungen zu sammeln.

(24. Juni-6. Juli 2008)

 

Dr. Frank HADLER (Leipzig, Deutschland)

Dr. Frank Hadler ist Projektleiter und Fachkoordinator für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts des Geisteswissenschaftlichen Zentrums für die Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig. Seine Forschungsthemen sind die Zeitgeschichte Ostmitteleuropas im 19. und 20. Jahrhundert mit besonderer Hinsicht auf die Geschichte und die Kultur der Region, Historiographie-Geschichte und die Geschichte der internationalen Beziehungen der Zwischenkriegszeit. In Verbindung mit der Erforschung der Geschichte Mittelosteuropas publizierte er Studien zur Nationalitätsfrage und die Stellung der Minderheiten. Neben der Leitung seiner laufenden Projekte an der GWZO Leipzig ist er ebenfalls Lehrbeauftragter an der Universität Leipzig und war zuvor Gastlehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin, École des Hautes Études en Sciences Sociales, UFR d’Études Slaves Sorbonne (Paris-IV).

Forschungsthema: Historiographie und Geschichtsschreibung im Sozialismus

(9-18. Juli 2008)

 

Dr. Walter PIETSCH (Wiesbaden, Deutschland)

Dr. Walter Pietsch ist Historiker und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Erforschung der Gesellschaft Ungarns im 19-20. Jahrhundert. Sein Forschungsinteresse gilt dem aufstrebenden jüdischen Bürgertum, der im Karpatenbecken lebenden Bevölkerung deutscher Abstammung und dem Gutsherrschaften besitzenden ungarischen Adel. Neben der Erforschung der zeitgenössischen Dokumente und Materialien in den ungarischen Archiven und den neu erschienen Fachbüchern, wendet er sich der komparativen Analyse dieser Gesellschaftsschichten in den Nachbarstaaten zu. Vorrangig behandelt er die Geschichte des Judentums in einem europäischen Kontext.

Forschungsthema: Die Problematik und die komparativen Fragestellungen mit Hinsicht auf die Bevölkerung Ungarns jüdischer und deutscher Abstammung im 19-20. Jahrhundert.

(12-27. Oktober 2008)

 

Univ.Prof. Márta FONT (Fünfkirchen, Ungarn)

Univ.Prof. Márta Font ist Stellv. Rektorin der Universität Pécs und Leiterin des Lehrstuhls für Mittelalter und Frühe Neuzeit. Sie ist Vizepräsidentin der Ungarisch-Russischen Kommission der UAW. Sie ist Mitbegründerin einer Arbeitsgruppe mit Schwerpunktthematik Balkan. Sie beteiligt sich aktiv an den wissenschaftsorganisatorischen Aufgaben in Verbindung mit der Erforschung des Mittelalters. Ihr Forschungsgebiet ist die Geschichte Osteuropas und Ungarns im Mittelalter sowie die Geschichte und die auswärtigen Beziehungen Russlands. Während ihrer Budapest-Aufenthalte anlässlich der Sitzung der Ungarisch-Russischen Kommission der UAW sowie ihrer Teilnahme an einer Konferenz bot ihr das Europa Institut Budapest Unterkunft im Gästehaus an.

Forschungsthema: Die auswärtige Politik Russlands aus einer historischen Perspektive betrachtet

(18-19. Juni, 25-26. September 2008)

 

Univ.Prof.Em. Friedrich GOTTAS (Salzburg, Österreich)

Prof. Gottas ist Universitätsprofessor an der Universität Salzburg. Sein Fachgebiet ist die die Erforschung der Geschichte der Deutschen, Sachsen, Schwaben und Zipser im Königreich Ungarn im 19. Jahrhundert. Er wendet sich der Problematik des Zusammenlebens zwischen Minderheit und Mehrheitsnation zu in Ungarn und in Siebenbürgen zu. In seinen Studien beschäftigt er sich ebenfalls mit den vielseitigen Aspekten des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens der in der Region lebenden Deutschen.

Forschungsthema: Die deutschsprachige Bevölkerung und die Nationalitätspolitik im Königreich Ungarn im Zeitalter der bürgerlichen Umgestaltung.

(28. September-2. Oktober 2008)

 

Zusammengestellt von Lilla Krász, Attila Pók und Beáta Kiltz